Riva (66 m) - Varignano
(101 m) - San Giovanni al Monte (1051 m) - Malga val Bona 1265 m - Mt. Casale (1632 m) -
Comano (619 m) - Lundo (754 m) - San Giovanni al Monte (immer noch 1051 m) und retour
(vgl. Moser Bike Guide, Tour 15 & 28 bzw. Mt. Casale Marathon"): 62 km,
2900 hm, 6:05 reine Fahrzeit, 60 km/h max.
Obwohl wir von den letzten Tagen eigentlich schon leicht gezeichnet
sind, setzt sich erneut der Bike-Virus in unserem Nervensystem durch: irgendwie reizt uns
der Casale - Marathon ... oder zumindest ein Teil davon.
Anstelle mit dem Auto (wie Moser vorschlägt) nach Varignano zum Beginn
des Marathons zu fahren, nehmen wir ein wesentlich universelleres Verkehrsmittel: unsere
Bikes! Von diesem recht romantischen Plätzchen (M&M genießen das allerdings nur sehr
nebenbei) geht es tlw. ganz schön streng auf Asphalt erstmal 1000 hm bergauf - streng
auch wegen der ungehinderten Sonneneinstrahlung auf dieser Seite des Berges. Soviel zu
Mosers 15er Tour.
In San Giovanni orientieren wir uns kurz und machen uns bald auf
Richtung Monte Casale. Und was jetzt folgt ... naja; zuerst geht ja alles noch recht gut:
wir lassen uns auf keine Gspürsachen" mehr ein und sehen deshalb lieber
einmal mehr als einmal zu wenig in Plan bzw. Tourbeschreibung nach, was das ganze ein
wenig zerhackt; doch soll sein!
Einen kleinen Auszug aus dem Führer - sozusagen als
Stilblüte" - will ich dem p.t. Leser nicht vorenthalten ... nur um
klarzulegen, wie man diesen schönen Sport zur Farce machen kann: Am Gebäude
vorbei, nach 120 m der Graswegspur etwa 50 m rechts bergauf folgen und links auf die auf
den Bergrücken entlangführende Pfadspur abzweigen. Nach 250 m dem Grasweg leicht links
durch die kleine Senke folgen, wieder rechts halten, in der Nähe des Schildes
Aqua" (in etwa 30 m Entfernung) vorbei und bald dem Pfad durch das Wäldchen
folgen." - Wer das beim erstenmal durchlesen kapiert, möge sich bei mir melden ...
Fluchend, schwitzend und kratzend hanteln wir uns 50 meterweise durch
teilweise brusthohes Unterholz in Richtung eines Hauses mit blauen
Fensterläden" (und beten, daß sie diese inzwischen nicht gestrichen haben), freuen
uns, daß es noch steht und kämpfen weiter bis schließlich der Weg wieder ein wenig
bebikebarer wird und wir oberhalb teilweiser ganz gewaltiger Felsabbrüche (Vendesi)
vorbeikommen.
Bald sind wir auch auf dem regulären Schotterweg auf den Casale
(verfolgt von Pferdebremsen, die locker durch eine Radhose durch stechen können ... ich
kann es Dir beweisen!). Dank dieser Wut im Bauch treten wir sogar die 24%ige Steigung bis
zum Rifugio und gleich weiter bis zum Gipfel hinauf. |
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Oben angekommen ... wirklich ein ganz gewaltiger Gipfel!
Wiedermal ein steiler Abbruch nach Osten hin (Val Busa) ... und außerdem gute
Möglichkeiten für ein paar getrickste |
| Fotos. Wenig später sitzen wir im Rifugio bei
Wasser und Panini und wieder ein wenig |
| später machen wir uns auf den Weg in Richtung Comano - ein
gut 1000 hm langer Downhill. Ach ja: bereits hier beschließen wir, den Marathon NICHT zu
fahren und den Monte Misone auszulassen - zu sehr hat die Dschungeldurchquerung an unseren
ohnedies bereits vorher |
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| angepeckten" Kräften gezehrt. |
Der Downhill war gelinde gesagt ein Sch... - irgendwie weder was zum
Fetzen noch was zum Herumspielen; irgend so ein Mittelding, bei dem einem nur die Hände,
Arme und Schultern zu schmerzen beginnen (gelle, Manitou-Manfred?).
Von Comano aus geht die Sucherei weiter ... doch irgendwie (beim 2ten
Stein links) finden wir nach Lundo, wo wir uns im Dorfbrunnen erstmal kräftig erfrischen
und unserem Plantschtrieb so richtig freien Lauf lassen. Von Lundo aus (Was ist ein
Steinschuppen"? Ein Schuppen aus Stein oder ein Schuppen mit Steinen drinnen?
Solche Fragen drängen sich beim Moser-Quiz auf ...) gehts im gewohnten Stop and Go
fast immer im dichten Wald weiter bis zur Malga di Vigo, wo wir kurz zögern. Sollen wir
geradeaus und dann irgendwie zum Trial-Downhill nach Varignano oder besser doch auf der
sicheren Seite zuerst zurück nach San Giovanni?
Wir entscheiden uns für letzteres -
demdaoben"-seis-gedankt - und fahren den letzten Kilometer in den Ort
hinein! Nach den obligaten Gimme five" - Kaunst zehne a hom!"
entscheiden wir uns freiwillig (!) für den Asphalt hinunter nach Varignano ... so müde
waren wir bereits.
Und gleich bei einer der ersten Kehren macht sich doch tatsächlich
mein Alvarez-Nachbau-Bremsgummi selbständig ... man kann nur von Glück reden, daß ich
noch nicht schneller war, und außerdem schon vorher ein ungutes Gefühl beim Bremsen
gehabt habe. Notdürftig reparieren wir den Schaden und AM bekommt von mir die Freigabe,
sich ohne auf mich warten zu müssen, die 1000 hm Asphalt so richtig reinzuziehen ... ich
hingegen (boohooohooo) rolle schön langsam hinunter - immer bedacht darauf, ja nicht zu
schnell zu werden - voi fad! Und das schlimmste: ich muß mich von ein paar Autos und
sogar von Vespas überholen lassen ... grrrr ... aber wartet nur, wenn ich wieder ...
hmmmpfffff!
Ok, Manfred wartet unten, er erzählt mir die neuesten Gschichterln vom
runterfahren (gnagnagna!) und wir rollen zurück nach Riva ... die letzten paar Kilometer
der
... und nächstes Jahr wird alles noch viel schöner und wir werden uns
besser einlesen und Hannes & Heinz mitnehmen und in Torbole wohnen und auch den
Pasubio fahren und den Tremalzo nochmals bei schönem Wetter und am Monte Brione
solls die ultimativen Trials geben und ... aber eigentlich wars auch heuer
schon total geil! |