Bad Ischl (469 m) -
Rettenbach Alm - Blaa Alm (902 m) - Altaussee (721 m) - Salzbergwerk (1000 m) - Moosberg
(1016 m) - Gh. Saarsteinblick (935 m) - Haller Alm (924 m) - Hütteneck Alm (1240 m) -
Theresiastollen - Bad Ischl: 39 km, 1300 hm, 3:00 reine Fahrzeit
Unsere heutige Tour führt uns nach Bad Ischl im Herzen des Salzkammergutes. Wir
erreichen es entweder über die ausgezeichnete Bahnverbindung
Bad Ischl - Attnang/Puchheim (Schnellzughaltestelle an der Westbahn) oder aber mit dem
Auto über Ebensee (Traunsee) oder Strobl (Wolfgangsee).

Klicken Sie auf den Auszug aus der Wanderkarte WK281 um ihn zu vergrößern oder hier, für
die Anzeige eines unmarkierten Auszuges!
Im letzteren Fall verlassen wir die B145 (Richtung Bad Goisern) beim Wegweiser
"Rettenbach Tal" und wechseln auf unseren wendigeren Untersatz. Andernfalls
kämpfen wir uns vom Bahnhof aus ostwärts zum Beginn der Tour, dem Wirtshaus
Rettenbachmühle.
Wir folgen dem markierten Mountainbike-Weg am rechten Ufer des Rettenbaches - und
können dank bikerisch unproblematischer Forststrasse die wunderschöne Natur in vollen
Zügen genießen. Auch nach dem Schranken bei der Rettenbach Alm ändert sich wenig:
landschaftlich überaus reizvoll, bikerisch kaum Herausforderungen - sieht man einmal von
einer wirklich Schenkel-zerfetzenden Steigung ab, die es gilt, ohne Absteigen zu
bewältigen.
Genussradler werden es bereits jetzt, auf der Blaa Alm, genug sein lassen und nach
einem Apfelsaft wieder hinunter nach Ischl gleiten. Wir wollen allerdings noch ein wenig
weiter und stehen nach einem kleinen Parkplatz auf Ausseer-Seite vor der Entscheidung:
"Schuß" auf der Forststraße bis nach Altaussee, oder lieber auf dem sog.
Wiesenweg im Trial-Stil nach unten?
Wir entscheiden uns diesmal für letzteres, überqueren unmittelbar nach dem Parkplatz
das Bacherl, bewältigen den kurzen Anstieg und haben ab dann eine Menge Spass am
kniffeligen Weg nach unten.
Man könnte auch sagen unsere Entscheidung war von Faulheit beeinflußt: dieser Weg ist
in der Tat kürzer, vor allem, wenn man die Abkürzung Richtung Salzbergwerk nicht
verpasst - dieser Weg ist allerdings etwas steiler, als die eher "gemütliche"
Auffahrt auf der Straße von Altaussee aus; vor allem der letzte Teil in unmittelbarer
Nähe des Bergwerks erstrahlt in 30%iger (?) Wahrheit ...
Doch selbst die "Straßenfahrer" kommen jetzt auf ihre Rechnung: mir ist das
nun folgende Stück Straße am markierten Via Salis jedenfalls überaus steil in
Erinnerung - wirklich bestens geeignet, für eine kleine Bergwertung innerhalb der Gruppe.
Immer noch auf dem "Via Salis" kommen wir nach Moosberg und Waldgraben und
würden bald Sankt Agatha auf einem wohlverdienten Downhill erreichen - was wiederum eine
möglicher Ausstieg aus der Runde wäre. Der sog. Sole-Radwanderweg würde einem dann
entlang der Traun wieder zurück zum Ausgangspunkt nach Ischl bringen.
Doch - ich verspreche es Ihnen - es wird Ihnen wie uns gehen, und Sie werden noch nicht
genug haben, von der herrlichen Landschaft und den herausfordernden Wegen; Sie werden noch
mit uns mit auf die Hütteneck Alm kommen ... oder?
Das geht ganz einfach: wir verlassen den markierten MTB-Weg in Richtung Gasthaus
Sarsteinblick (Wie heißt wohl der Berg da gegenüber?) und gelangen bald auf eine
Forststraße, der wir uns "bis zum bitteren Ende" anvertrauen - immer abwärts.
Vorsicht: der auf der Karte sehr reizvoll anzusehende Wanderweg in Richtung Leislingwand
ist wirklich unfahrbar - aber Forststraßen sind schon Ok, oder?
Die Forststraße mündet nach der Haller Alm in eine Asfalt-Strasse, der wir bis zum
Ende aufwärts folgen. Das ist zwar mitunter gar nicht so einfach, denn Straßenbau im
Salzkammergut scheint bzgl. Steilheit anderen Gesetzen zu gehorchen - aber irgendwann
steigt man dann trotzdem mit 190 Puls und brennenden Oberschenkeln vom Rad, bestellt einen
Apfelsaft-Leitungswasser-Halbe und einen Kaiserschmarren, genießt die Aussicht und die
Bewunderung der Wanderer ... und freut sich auf Bad Ischl und eine Dusche.
Doch so weit ist es noch lange nicht: zuerst gilt es noch wirklich herausfordernde
Downhill-Trials zu bestehen, die mir - ehrlich gesagt - doch ein wenig zu wild wurden:
"schieben ist besser als auf der Nase liegen" dachte ich mir; andere werden da
mutiger und wohl auch geschickter vorgehen.
Doch zu den Fakten: über den Rosen Kogel erreichen wir den Theresia-Stollen und
"tuschen" dann auf Asfalt in Richtung Ausgangspunkt - immer den Schildern in
Richtung "Bad Ischl" nach. "Gimme five" heißt es dann am Ende der
Tour - und mit glänzenden Augen schlagen wir die Hände zusammen: what a day! |