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Noch eine kurze Frage nach dem Weg (und der Verwunderung, wie
wenig sich die Wirtsleute da heroben auskennen) und 200 - 300 hm
werden genussvoll in herrlichster Almgegend vernichtet - sogar eine
kleine Flussdurchquerung haben "sie" für uns eingebaut.
Auf der einen Seite runter - auf der anderen wieder hinauf: so
ist es nun einmal im Leben und vor allem auch beim Biken. Wir
treffen bei der Garnitzenalm wieder auf die beschriebene Tour und
rasten buchstäblich auf einem Grenzstein.
Ab da wird es ein Stückerl abenteuerlich: zunächst
"trialig" bergab, später immer wilder, dann schließlich
unfahrbar - eine kleine Tragestrecke zur Auflockerung halt. Doch
bald - lange bevor es zu nerven beginnt - kommen wir wieder auf eine
"schöne" Schotterstraße, die bald (nach Überquerung des
Kersnitzensattels) zur Eggeralm führt.
Die Eggeralm schockt uns - zumindest einige von uns (mich
inbegriffen): Asphaltstrasse, jede Menge Autos, unzählige
Ferienhäuser, einige Resti's, sogar ein Halteverbotsschild! DAS
brauchen wir wirklich nicht - DER Kulturschock ist zu heftig!
Wir fahren weiter: auf dem Wanderweg anstelle der breiten
Asphaltstrasse (der ist ja wirklich nur zum Überqueren gut, was
Heli?) erreichen wir, vorbei an jeder Menge Rindviecher, die
Dellacher Alm. Bei einer längeren Rast mit Kaffee, Kuchen und
Hollersaft beratschlagen wir, was wir noch machen wollen. Es ist
noch nicht allzu spät und so beschließen wir, noch auf die Dolinza
Alm zu treten und dort zu übernachten.
Das ist leichter gesagt, als getan: wo ist nur der Weg? Frage:
bis zu den Naben im Gatsch ... ist DAS der Weg? Nee ... da oben ...
ah, Scheiße ... nein, kein Fluch, sondern die Bezeichnung für das,
worin Wilfrieds Schuh steckt!
Schließlich stehen wir auf einer Forststraße - genauer gesagt,
genau in einer Kehre einer Forststraße: nach oben oder nach unten?
Genau, Mampfen: im Zweifelsfalle hinauf ... nach einiger Zeit merken
wir aber doch, dass es der Holzweg ist und schießen immerhin 300 hm
nach unten in den Kesselwaldgraben (nomen est omen).
Dann scharf rechts, über eine Brücke, einem entgegenkommenden
Auto ausgewichen und plötzlich steht die letzte Herausforderung des
Tages wie eine Mauer vor uns. WIRKLICH steil, kaum zu glauben - aber
immerhin asphaltiert ist sie, die Straße, der wir ab jetzt 400 hm
zu folgen haben. Wilfried spielt wieder einmal "leichtfüßiger
Spanier" und zeigt uns wo Gott wohnt - mitzuhalten fällt auch
Herbert und mir schwer!
Dann oben im Gasthof Starhand die verdiente Hüttenidylle: eine
raue aber herzliche Wirtin (die doofen Viechermörder verschwinden
zum Glück bald), ein einfaches Zimmer bzw. Matratzenlager, Licht
aus einer Solaranlage, ein Waschbecken mit kaltem Wasser anstelle
einer Dusche, Polenta, Käse, Gulasch, Palatschinken ("Buam, i
sog's eich: a Beagkechin miassts nemma - de kenan kochn") und
später dann Rotwein ... ein Abend ganz nach meinem Geschmack!
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