Forni Avoltri - Mauthen

WiMa.gif (23848 Byte) by Cornelia Hirschmann

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Forni Avoltri (888 m) - Steinbruch (1100 m) - Forni Avoltri (888 m) - Collina (1224 m) - Rif. Tolazzi (1350 m) - Cra. Morareto (1700 m) - Rif. Marinelli (2111 m) - Plöckenpass-Straße (1088 m) - Plöckenpass (1357 m) - Heldenfriedhof - Römerweg - Mauthen (707 m): 51 km, 1957 hm, 3:53

Diesmal hat wirklich niemand ein Problem, rechtzeitig beim Frühstück zu sein: das Hotel ist in unmittelbarer Umgebung des Kirchturms ...

Der Plan für den heutigen Tag lautet so: während Silvia sich gleich auf den Weg in Richtung Rifugio Marinelli macht (und uns gegebenenfalls bei der "Ziegenhütte" Malga Moreto warten wird), machen wir uns in die Gegenrichtung zum Öfnerjoch auf. So etwa 250 hm geht eh alles gut, aber dann - im Bereich eines Steinbruches - mündet der Fahrweg in einen Wanderweg ... in einen SEHR STEILEN Wanderweg. Wir beschließen, uns das nicht anzutun (viel zu fahren wäre da nicht gewesen), sondern uns stattdessen auf die Haupttour zu konzentrieren.

Stets - teilweise sogar ziemlich heftig -  bergauf führt uns die Tour zum Rifugio Tolazzi, das gerade gröber umgebaut wird. Dann ist aber endgültig "Schluss mit lustig": wir holen Silvia ein, als der Schotterweg gerade so richtig steil wird und ringen gemeinsam dem Weg Höhenmeter um Höhenmeter ab. Tropfnass (es hat NICHT geregnet) erreichen wir die Malga.

Trotz wirklich wildem Gestank ("Goasstoi") rasten wir längere Zeit, um wirklich

allen ein wenig Regeneration zu gewähren - es ist schließlich der dritte Tag und der eine oder andere spürt schon ein wenig die Anstrengungen der letzten Tage ... in den Beinen und auch ein wenig weiter oberhalb!

Aber jede Pause hat ein Ende und wir machen uns auf, 

Kurze Rast bei den "Goassn"

Foto: Widmann

die nächsten 500 hm zum Joch Forcella Morareto anzugehen ... und das geht sehr schnell: ich versuche Wilfrieds Tempo mitzugehen und schaffe das auch bis kurz vor dem Ziel, dem Rifugio Marinelli, das direkt im Joch liegt. Dort allerdings zeigt "der leichtfüßige Spanier" seine Kletterqualitäten und gewinnt die "Bergwertung". Ein paar "Mitbiker" aus Ol'Germany lassen wir dabei sehr "Old" aussehen ...

Ohne Pause, gehen wir gleich auf den kleinen Gipfel - auf dem wir allerdings 

kaum einen Platz zum Sitzen finden: neinein: nicht so klein - so versch ... ähm:

voller Ziegenkot! Also gehen wir ins Rifugio auf Spaghetti während Silvia und Wilfried noch einen Hügel weiterschauen - OHNE Bike: geht denn das?

Was soll ich über die nächsten 1000 hm Downhill schreiben? Na: zuerst geht es auf einem wirklich 

Am harterkämpften Rif. Marinelli!

Foto: M. Widmann

schmalen Single Trail mit ziemlich mulmigen Gefühl hinunter. Doch dann wird der Weg einfacher und das Schlottern der Knie weicht der Freude über die mühelose, so harmonische Bewegung, wie man sie erst nach einigen Tagen am Bike verspürt ... na, fast mühelos, denn Wolfgang fährt sich einen Patschen und ein wenig weiter unten, versucht sich Herbert an der Zerkleinerung des Schotters mit seinem Knie - und das gleich 2 Mal. Gott sei Dank ohne schwerere Folgen!

Bald erreichen wir den Bus und Silvia übernimmt den Transport der Dieselkutsche über dem Plöckenpass nach Kötschach-Mauthen Wir anderen fahren die paar Höhenmeter (200 oder so) zur Passhöhe rauf, schießen dann auf der Asphaltstrasse ein gutes Stück (bis zum "Helden"friedhof) nach unten und nehmen dann den sog. Römerweg nach unten.

Ein lustiges Wegerl das! Manchmal ein kleiner Anstieg, dann ein querliegender Baum mit wilder Umfahrung, dann wieder "Schotterautobahn" zum pressen ... einfach toll. Als uns dann ein Traktor den Weg versperrt, glauben wir schon, umkehren zu müssen (Schild "Temporäres forstliches Sperrgebiet"), bis uns ein Forstarbeiter vorbeiwinkt ...

Weiter geht die Fahrt in Richtung "Waldbad": irgendwie werde ich gerade wieder einmal feige und lasse mich zurückfallen ... ist mein Vorderreifen wirklich so mies, dass er gar kaum Querbeschleunigung verträgt? Oder liegt es doch an der Fahrtechnik? Wahrscheinlich ... aber Wolfgang, der "Fully"Blut-Biker übertreibt es

jetzt wirklich, oder? Ooops: tatsächlich! "Is da wos passiat?" - "Ned vü ... a wengal aufgschüaft!"

Dummerweise gebe ich mich damit zufrieden und fahre weiter ... erst gut 50 hm

weiter unten rufe ich Herbert und Wilfried zu, dass wir doch besser auf Wolfgang warten sollten. Und wir warten ... und warten ... und warten ... und fahren ihm ein Stück entgegen: er hat seinen HAC4 zumindest teil-zerstört und hat die Teile zusammen-

Hat zuerst gar nicht so schlimm ausgesehen! 

Foto: M. Widmann

 gesucht! Nie wieder werde ich weiterfahren - was soll das denn überhaupt?!

Dann im Waldbad informieren wir Silvia kurz von Wolfgangs Missgeschick und ich fahre mit ihm zum Onkel Doktor ...

 

© Manfred Widmann

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