Dossoledo - Forni Avoltri

WiMa.gif (23848 Byte) by Cornelia Hirschmann

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Dossoledo (1237 m) - Casamazzagno (1344 m) - Capella di Tamai - Costa (1553 m) - Costalissoio (1248 m) - Costalta (1400 m) - Rif. Forca Zovo (1606 m) - Valle Visidende (1280 m) - Tiliacher Joch (2094 m) - Valle Visidende (1280 m) - Karnische Dolomitenstraße (1004 m) - Cima Sappada (1292 m) - Forni Avoltri (888 m): 68 km, 1728 hm, 4:35

Tag 2 unserer Tour beginnt mit einem Knalleffekt: Wilfried und Herbert wollen uns verlassen! Sie wollen mit dem Auto bis zum Plöckenpass fahren und uns dann auf der Rif. Tolazzi treffen! Seuftz! Und das alles wegen ein wenig Komfort ...

Wir drei (= Silvia, Wolfgang und ich) fahren also die Tour weiter: zuerst nach Candide, dem regulären Etappenort (nach Wölfinger's "Transalp") und dann weiter über teilweise enorm steile Anstiege nach Costa, Costalissoio und Costalta (Identitätsprobleme?).

Nach vielen eigentlich eher beschwerlichen Ups and Downs kommen wir schließlich

doch zu einem ordentlich "climb" und erreichen an dessen Ende die Rifugio Forcella Zovo, die "Hundshütte". Warum der Beiname? Wir treffen dort oben mit Sicherheit 5 Kläffer, die uns, 

Hotel Bellavista ... warum wohl?

Foto: M. Widmann

die andern Gäste und einander böse anknurren.

Auf dem Rifugio hat Silvia einen glänzenden Einfall: ganz nach dem Motto "der Weg ist das Ziel" (gell, Herbert) schlägt sie vor, anstelle der "unnedigen" Tragestrecke doch das Tilliacher Joch zu fahren - weus grod passat! Ok, machen wir!

Wir fahren also wie geplant ins Valle Visidende hinunter, auf dessen weiter Fläche einige Rifugios und Ristoro Agricultura sind. Dort fahren wir "am Wegekreuz" (Zitat Wölfinger) nicht rechts hinunter ins Piave-Tal, sondern links hinauf "in'd Berg".

Und tatsächlich - das Joch verdient seinen Namen: gut 800 hm auf ziemlich schwierigem Militärweg; da klopft's Herzerl! Keine Spur von der Normsteigung der Österreichischen Bundesforste ... aber jeder "Tschoch" hat sein Ende - und 

dieser belohnt einem noch dazu mit einem grandiosen Blick nach Österreich (Obertilliach).

Dann runter: von über 2000 m auf etwa 1000 m! Doch leider geht es im Piave Tal

gleich wieder rauf - es wird ganz schön schlauchend! Erst jetzt, wenn ich das Höhenprofil betrachte, wird mir der Grund klar. Endlich in Cima Sappada angelangt, stärken wir uns in einer Bäckerei (Blechpizza, Brioche, Weckerl, ...) für die noch offenen 500 hm des 

Tilliacher Joch

Foto: M. Widmann

 Tages ... die Stimmung ist - tja, wie soll man es anders bezeichnen, als "müde"?!

Nach einem kurzen Schnapper, haben wir den nächsten kleinen Pass erreicht und können erneut 400 hm vernichten - dabei glaubt doch tatsächlich ein Benzinkutschen-Reiter gegen Paulo Pedalo auch nur den Funken einer Chance zu haben: na, der hat jetzt seine Neurose weg! Ist ja wirklich traumatisch, mit 79 km/h (neuer Highspeed!) von einem Biker überholt zu werden ... noch dazu in einer 70er Beschränkung: hähähähä!

Dann die letzten Höhenmeter nach unten ... weit vorne sehe ich Wilfried und Herbert wacheln: unsere "Treffpunkt-Hütte" wird gerade umgebaut, sie haben beschlossen, uns die letzten 500 hm zu ersparen und gleich hier - in Forni Avoltri - Quartier zu machen! Klingt gar nicht schlecht ...

 

© Manfred Widmann

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