San Candido - Dossoledo

WiMa.gif (23848 Byte) by Cornelia Hirschmann

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San Candido - Sesto (1400 m) - Rist. Monte Elmo (2060 m) - ~Helmhaus (2400 m) - Rist. Monte Elmo (2060 m) - Rif. Larice (1830 m) - Helmhanghütte (1705 m) - Rif. Malga di Nemes (1877 m) - Cas. di Rinfreddo (1887 m) - Casamazzagno (1344 m)  - Dossoledo (1237 m): 56 km, 1978 hm, 4:25

Pünktlich um 5 Uhr (!!!) holt mich Wilfried ab; er hat einen VW-Bus organisiert und mir weis gemacht, dass es gar nicht schlecht ist, ein Auto dabei zu haben. Trotzdem richte ich mein Gepäck so ein, dass ich alles am Rücken habe, was ich so brauchen könnte ... Schönwetter natürlich vorausgesetzt.

Mit dem 70 PS Diesel reisen wir ganz gemütlich zuerst einmal nach Saalfelden, wo Herbert wiederum pünktlich (was ist denn mit uns los?) um 7 Uhr einsteigt. Dann tratschen wir uns weiter über Lienz nach San Candido (Innichen) in Italien.

Dort treffen wir Wolfgang und Dagmar (falsch: Wolfgang ist auf Grund unserer Umplanung bereits zur Grenze zum Telefonieren gefahren: er hat die Panik gekriegt, als ich um 9:13 nicht aus dem Zug gestiegen bin; Elke klärt ihn dann allerdings auf und er kommt kurze Zeit später zurück) wiederum pünktlich um 9:30 - und auch Silvia kommt mit dem Zug aus Innsbruck ... pünktlich, eh klar!

Wilfried parkt den Bus auf der Strasse Richtung Sesto??? (Sexten) und ENDLICH: es geht los - BIKEN, wie lange haben wir darauf alle gewartet?!

Die ersten Kilometer verlaufen ruhig: im Plaudertempo immer dem Bacherl entlang - nur Wolfgang muss gleich einmal feststellen, dass sein Flaschenhalter für jedes Gelände, das gröber als der Donau-Radweg ist, absolut ungeeignet ist ... ab jetzt landet das Ding gleich in seinem Rucksack: da ist es vor Verlust sicher.

In Sesto versuchen wir zuerst einen Wanderweg auf den Monte Elmo - doch leider: ist wirklich ein wenig zu steil, und: hey, Mann - wir sind ja erst am Anfang der Tour!

Also kämpfen wir uns den langen Anstieg (~ 800 hm) zur Bergstation des Elmo hinauf - größtenteils auf Asfalt, später dann auf Schotter. Wilfried, Herbert und Wolfgang gehen ein Mordstempo an, während ich mich mit Silvia hinaufratsche - ganz gemütlich.

Oben angelangt, werfen wir erst mal einen Blick auf die Panoramakarte - und schon ist die nächste Abweichung von Wölfingers "Spiel ohne Grenzen" Tatsache: wir wollen zum Helmhaus, das schaut einfach sehr reizvoll aus. Wir fahren auch gut 

300 hm - so lange der Weg gut fahrbar ist - verweigern aber dann den Wanderweg und kehren auf dem kleinen Sattel genau bei einem Grenzstein um.

Der Downhill macht trotz der vielen Wanderschweine 

Der erste Anstieg wäre geschafft ...

Foto: M. Widmann

Spaß - fast allen: Herbert, der als letzter fährt, "wird von der Schlange gebissen" (Snake Bite) und auch sein Reserveschlauch hat einen Patschen! Eh klar, das es den letzten erwischt: das Wandern ist des Müllers Lust ...

Glücklicherweise fahren wir gleich bis zur Seilbahn, so dass ich ihm - als wir die Absenz Herberts bemerken - ein ganz schönes Stück entgegenfahren muss. Patschen flicken, beten, Luft einlassen ... passt! Die nächsten 400 hm runter hält das Ding ... und auch den Rest der Woche.

Nach einigen Weltladen-Bananen-Chips und dem einen oder anderen Energieriegel erreichen wir dann bald einmal die Nemes Alm ... mit

 Kasnudeln und dem besten Apfelstrudel des Jahrtausends (JETZT kann man es ja schon sagen) ... und einigen dreisten "Eseln" (lt. Wilfried), die meinen Sattel anknabbern wollen (sads deppat, oda wos?)! Wir sind 

Bei Kaiserwetter zur Nemesalm.

Foto: M. Widmann

kurz davor, gleich hier unser Nachtlager aufzuschlagen, aber fehlende Ausrüstung und Ehrgeiz machen uns dann letztlich doch einen Strich durch die Rechnung - um 15:00 schon aufhören? Na, wirkli ned!

Also nehmen wir den Trial bis zur Casa Rinfreddo: durch ein Bacherl, über einen steilen Anstieg - halb fahren, halb tragen! Doch auch das geht vorüber und bald rollen wir wieder durch herrliche Almlandschaft in den langsam beginnenden Abend. Fast schon kitschig ... doch dass es nicht zu kitschig wird, dafür sorgt ein völlig überraschender Anstieg über 100 hm - mit mindesten 50%! Zumindest ist es meinen Oberschenkelchen so vorgekommen - der HAC4 sagt "nur" 25%; na, reicht auch!

Dann hat es sich aber endgültig mit der Bergauf-Radlerei: gut 750 hm warten darauf, in Genuss und heiße Bremsen umgewandelt zu werden ... und: Wolfgang ist mit seinem Fully wirklich eine Macht!

Im Dossoledo beziehen wir im Hotel "Bella Vista" (welch ein Name) Quartier ... Wilfried und Herbert, die beiden "Tiere", holen noch den Bus, aber dann ist wirklich Erholung angesagt!

 

© Manfred Widmann

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