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San Candido - Sesto (1400 m) -
Rist. Monte Elmo (2060 m) - ~Helmhaus (2400 m) - Rist. Monte Elmo
(2060 m) - Rif. Larice (1830 m) - Helmhanghütte (1705 m) - Rif.
Malga di Nemes (1877 m) - Cas. di Rinfreddo (1887 m) - Casamazzagno
(1344 m) -
Dossoledo (1237 m): 56 km, 1978 hm, 4:25
Pünktlich um 5 Uhr (!!!) holt mich Wilfried ab; er hat einen
VW-Bus organisiert und mir weis gemacht, dass es gar nicht schlecht
ist, ein Auto dabei zu haben. Trotzdem richte ich mein Gepäck so
ein, dass ich alles am Rücken habe, was ich so brauchen könnte ...
Schönwetter natürlich vorausgesetzt.
Mit dem 70 PS Diesel reisen wir ganz gemütlich zuerst einmal
nach Saalfelden, wo Herbert wiederum pünktlich (was ist denn mit
uns los?) um 7 Uhr einsteigt. Dann tratschen wir uns weiter über
Lienz nach San Candido (Innichen) in Italien.
Dort treffen wir Wolfgang und Dagmar (falsch: Wolfgang ist auf
Grund unserer Umplanung bereits zur Grenze zum Telefonieren
gefahren: er hat die Panik gekriegt, als ich um 9:13 nicht aus dem
Zug gestiegen bin; Elke klärt ihn dann allerdings auf und er kommt
kurze Zeit später zurück) wiederum pünktlich um 9:30 - und auch
Silvia kommt mit dem Zug aus Innsbruck ... pünktlich, eh klar!
Wilfried parkt den Bus auf der Strasse Richtung Sesto??? (Sexten)
und ENDLICH: es geht los - BIKEN, wie lange haben wir darauf alle
gewartet?!
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Die ersten Kilometer verlaufen ruhig: im Plaudertempo immer dem
Bacherl entlang - nur Wolfgang muss gleich einmal feststellen, dass
sein Flaschenhalter für jedes Gelände, das gröber als der
Donau-Radweg ist, absolut ungeeignet ist ... ab jetzt landet das
Ding gleich in seinem Rucksack: da ist es vor Verlust sicher.
In Sesto versuchen wir zuerst einen Wanderweg auf den Monte Elmo -
doch leider: ist wirklich ein wenig zu steil, und: hey, Mann - wir
sind ja erst am Anfang der Tour!
Also kämpfen wir uns den langen Anstieg (~ 800 hm) zur
Bergstation des Elmo hinauf - größtenteils auf Asfalt, später dann
auf Schotter. Wilfried, Herbert und Wolfgang gehen ein Mordstempo
an, während ich mich mit Silvia hinaufratsche - ganz gemütlich.
Oben angelangt, werfen wir erst mal
einen Blick auf die Panoramakarte - und schon ist die nächste
Abweichung von Wölfingers "Spiel ohne Grenzen" Tatsache:
wir wollen zum Helmhaus, das schaut einfach sehr reizvoll aus. Wir
fahren auch gut
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300 hm - so lange der Weg gut fahrbar ist -
verweigern aber dann den Wanderweg und kehren auf dem kleinen Sattel
genau bei einem Grenzstein um.
Der Downhill macht trotz der vielen Wanderschweine
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Der
erste Anstieg wäre geschafft ...
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Foto:
M. Widmann |
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Spaß - fast
allen: Herbert, der als letzter fährt, "wird von
der Schlange gebissen" (Snake Bite) und auch sein
Reserveschlauch hat einen Patschen! Eh klar, das es den letzten
erwischt: das Wandern ist des Müllers
Lust ...
Glücklicherweise fahren wir gleich bis zur Seilbahn, so dass ich
ihm - als wir die Absenz Herberts bemerken - ein ganz schönes
Stück entgegenfahren muss. Patschen flicken, beten, Luft einlassen
... passt! Die nächsten 400 hm runter hält das Ding ... und auch
den Rest der Woche.
Nach einigen Weltladen-Bananen-Chips und dem einen oder anderen
Energieriegel erreichen wir dann bald einmal die Nemes Alm ... mit
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Kasnudeln und dem besten Apfelstrudel des Jahrtausends (JETZT kann
man es ja schon sagen) ... und einigen dreisten "Eseln"
(lt. Wilfried), die meinen Sattel anknabbern wollen (sads deppat,
oda wos?)! Wir sind
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Bei
Kaiserwetter zur Nemesalm.
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Foto:
M. Widmann |
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kurz davor, gleich hier unser Nachtlager
aufzuschlagen, aber fehlende Ausrüstung und Ehrgeiz machen uns dann
letztlich doch einen Strich durch die Rechnung - um 15:00 schon
aufhören? Na, wirkli ned!
Also nehmen wir den Trial bis zur Casa Rinfreddo: durch ein
Bacherl, über einen steilen Anstieg - halb fahren, halb tragen!
Doch auch das geht vorüber und bald rollen wir wieder durch
herrliche Almlandschaft in den langsam beginnenden Abend. Fast schon
kitschig ... doch dass es nicht zu kitschig wird, dafür sorgt ein
völlig überraschender Anstieg über 100 hm - mit mindesten 50%!
Zumindest ist es meinen Oberschenkelchen so
vorgekommen - der HAC4 sagt "nur" 25%; na, reicht auch!
Dann hat es sich aber endgültig mit der Bergauf-Radlerei: gut
750 hm warten darauf, in Genuss und heiße Bremsen umgewandelt zu
werden ... und: Wolfgang ist mit seinem Fully wirklich eine Macht!
Im Dossoledo beziehen wir im Hotel "Bella Vista" (welch
ein Name) Quartier ... Wilfried und Herbert, die beiden
"Tiere", holen noch den Bus, aber dann ist wirklich
Erholung angesagt!
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