Fango-Tal

WiMa.gif (23848 Byte) by Cornelia Hirschmann

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Galeria (0 m) - Ponte Vechio (46 m) - Tuarelli (93 m) - Manso (153 m) - Barghiana (212 m) - near Bocca di Caponale (1329 m) - Ponte Vechio (46 m): 60 km, 950 hm, 3:30

Bereits bei der Ankunft hier in Galeria ist mir am südlichen Ende der traumhaft schönen Bucht eine steile Traktorspur aufgefallen, die wirklich in der Falllinie die begrenzende Landzunge bezwingt.

Also, die müssen hier Traktoren haben ... und ausgeschwemmt wars zum Teil ... und irre steil! Kurz: 2 x hat's einen Fuß am Boden gebraucht - und außerdem eine Fast-Nose-Plant bei einer Vollbremsung wegen einer Brombeerranke ... super!

Aber das war ja nur die Vor-Frühstücksrunde ... so um 13:00 / 14:00 (von wegen "schon wieder": hab's eh lang ausgehalten) setze ich mich aufs Bike - nachdem ich ein Steinmännchen am Straßenrand gebaut habe, um später schnell wieder das Wegerl zu meiner E. zu finden, die inzwischen in einer Badebucht am Fango relaxt.

Mit Rückenwind spüre ich die stete Steigung des Fango-Tales kaum: Vollgas geht's bergan (25 km/h?). Zur linken Hand immer wieder wunderbare Blicke auf den Fango bzw. auf herrliche, allerdings ziemlich übervölkerte Badetümpel.

Nach wenigen Kilometern dann Tuarelli, wo sich gerade ein paar mutige Springer von dem bekannten Felsen in einen tiefen Tümpel stürzen! Kurz danach die Abzweigung (nach einer Brücke) in ein kleines Forststrasserl, auf dem es schon ein wenig "rasser" nach oben geht ... aber leider nur sehr kurz, denn gerade als der "Motor" warm geworden wäre, stehe ich an einem Umkehrplatz an. Na ja, hab' ich eh gewusst!

Ein kurzer Downhill und ich erreiche wieder die "Haupt"strasse der ich - jetzt wieder auf Asfalt - weiter bis Barghiana folge.

Dort verpasse ich zunächst mal die Abzweigung nach rechts beim Friedhof und gönne mir ein paar Extra-Höhenmeter (grummel). Dann das Forststrasserl:nicht steil (mittlere Scheibe, 4. Kranzl), aber zum Teil vom Regen wirklich ganz schön mitgenommen. Doch wie war das? Don't loose speed ... auch wenn die Oberschenkelchen brennen ... ha, sooooo muss es sein!

Nach einer Kehre auf einer Genueser Brücke (Foret de Fango?) zeigen es mir die Korsischen Förster: sie können die Strasserl auch ein wenig steiler anlegen - und ein wenig mehr verkommen lassen! Aber auch wir Österreicher haben noch das eine oder andere   Gängchen bzw. mmol Laktat zuzulegen! Ha! Samma Lulu's, oda wos?

Ich nehme die Herausforderung an ... und der Berg gibt klein bei. Auf einem Umkehrplatz (schon wieder!) wird er allerdings unfair und kann sich nur mehr mit einem unfahrbaren Wanderweg helfen - also verblüffe ich die dort rastenden Wanderer (die übrigens das alles mit einem "Land Rover" hinter sich gebracht haben, die Konditionsbolzen!), mit meinen Kletterqualitäten am Bike und erkläre hiermit diesen Berg für erledigt, abgehakt, besiegt, vernichtet, ...

Erwähnenswert vielleicht noch, dass sich das alles in unmittelbarer Nähe des GR20 und der Westseite des Monte Cinto abgespielt hat. Bilderbuch-Aussicht garantiert!

Am Downhill lasse ich mir Zeit - erstens wegen der "rough road" und dann wegen der Kopfschmerzen, die ich eigentlich schon seit Mittag spüre, und die bei Rütteleien (nebenbei: danke Rock Shox) umso blöder werden.

Weiter unten ist die Schotterstrasse dann eh autobahniger (Pffroooooarr!) und auf Asfalt hätte ich dann gar keine Skrupel mehr, wenn nicht ohnedies der (auffrischende) Gegenwind meine Fahrt ganz von selbst bremst. Dann das Steinmännchen, Rad abgesperrt, zur E. geklettert, küssen lassen, in den Fango gesetzt ... schööööön!

 

© Manfred Widmann

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