| Galeria (0 m) - Ponte Vechio (46 m) - Tuarelli (93 m) - Manso (153 m)
- Barghiana (212 m) - near Bocca di Caponale (1329 m) - Ponte Vechio (46 m): 60 km, 950
hm, 3:30 Bereits bei der Ankunft hier in Galeria ist mir am südlichen Ende der
traumhaft schönen Bucht eine steile Traktorspur aufgefallen, die wirklich in der
Falllinie die begrenzende Landzunge bezwingt.
Also, die müssen hier Traktoren haben ... und ausgeschwemmt wars zum Teil ... und irre
steil! Kurz: 2 x hat's einen Fuß am Boden gebraucht - und außerdem eine Fast-Nose-Plant
bei einer Vollbremsung wegen einer Brombeerranke ... super!
Aber das war ja nur die Vor-Frühstücksrunde ... so um 13:00 / 14:00 (von wegen
"schon wieder": hab's eh lang ausgehalten) setze ich mich aufs Bike - nachdem
ich ein Steinmännchen am Straßenrand gebaut habe, um später schnell wieder das Wegerl
zu meiner E. zu finden, die inzwischen in einer Badebucht am Fango relaxt.
Mit Rückenwind spüre ich die stete Steigung des Fango-Tales kaum: Vollgas geht's
bergan (25 km/h?). Zur linken Hand immer wieder wunderbare Blicke auf den Fango bzw. auf
herrliche, allerdings ziemlich übervölkerte Badetümpel.
Nach wenigen Kilometern dann Tuarelli, wo sich gerade ein paar mutige Springer von dem
bekannten Felsen in einen tiefen Tümpel stürzen! Kurz danach die Abzweigung (nach einer
Brücke) in ein kleines Forststrasserl, auf dem es schon ein wenig "rasser" nach
oben geht ... aber leider nur sehr kurz, denn gerade als der "Motor" warm
geworden wäre, stehe ich an einem Umkehrplatz an. Na ja, hab' ich eh gewusst!
Ein kurzer Downhill und ich erreiche wieder die "Haupt"strasse der ich -
jetzt wieder auf Asfalt - weiter bis Barghiana folge.
Dort verpasse ich zunächst mal die Abzweigung nach rechts beim Friedhof und gönne mir
ein paar Extra-Höhenmeter (grummel). Dann das Forststrasserl:nicht steil (mittlere
Scheibe, 4. Kranzl), aber zum Teil vom Regen wirklich ganz schön mitgenommen. Doch wie
war das? Don't loose speed ... auch wenn die Oberschenkelchen brennen ... ha, sooooo muss
es sein!
Nach einer Kehre auf einer Genueser Brücke (Foret de Fango?) zeigen es mir die
Korsischen Förster: sie können die Strasserl auch ein wenig steiler anlegen - und ein
wenig mehr verkommen lassen! Aber auch wir Österreicher haben noch das eine oder andere
Gängchen bzw. mmol Laktat zuzulegen! Ha! Samma Lulu's, oda wos?
Ich nehme die Herausforderung an ... und der Berg gibt klein bei. Auf einem Umkehrplatz
(schon wieder!) wird er allerdings unfair und kann sich nur mehr mit einem unfahrbaren
Wanderweg helfen - also verblüffe ich die dort rastenden Wanderer (die übrigens das
alles mit einem "Land Rover" hinter sich gebracht haben, die Konditionsbolzen!),
mit meinen Kletterqualitäten am Bike und erkläre hiermit diesen Berg für erledigt,
abgehakt, besiegt, vernichtet, ...
Erwähnenswert vielleicht noch, dass sich das alles in unmittelbarer Nähe des GR20 und
der Westseite des Monte Cinto abgespielt hat. Bilderbuch-Aussicht garantiert!
Am Downhill lasse ich mir Zeit - erstens wegen der "rough road" und dann
wegen der Kopfschmerzen, die ich eigentlich schon seit Mittag spüre, und die bei
Rütteleien (nebenbei: danke Rock Shox) umso blöder werden.
Weiter unten ist die Schotterstrasse dann eh autobahniger (Pffroooooarr!) und auf
Asfalt hätte ich dann gar keine Skrupel mehr, wenn nicht ohnedies der (auffrischende)
Gegenwind meine Fahrt ganz von selbst bremst. Dann das Steinmännchen, Rad abgesperrt, zur
E. geklettert, küssen lassen, in den Fango gesetzt ... schööööön! |