Georges du Spelunca

WiMa.gif (23848 Byte) by Cornelia Hirschmann

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Porto (0 m) - Ota (340 m) - Pont Genois (214 m) - Chidazzu (655 m) - Marignana (715 m) - Ota (340 m) - Porto (0 m): 47 km, 995 hm, 2:50

Trotz aller negativer Erfahrungen will ich es wieder mit einem Wanderweg versuchen ... aus Erfahrung wird man eben nicht immer klug - vor allem: wer braucht's Hirn, wenn er am Bike sitzt?

Ich mache mich also auf - nachdem ich einer Boulangerie-Patisserie einen vernichtenden Besuch abgestattet habe. Die ersten ersten paar km Richtung Evisa nehme ich zum Einrollen ... am selben Weg, den ich gestern laufend bewältigt habe, komme ich (heute natürlich viel schneller) zur Abzweigung, an der eine kleine Schotterstrasse den Asfalt nach links leicht abfallend verlässt. Wäre an und für sich ja was zum Bolzen, würden nicht zum Teil diese Brombeerranken quer über den Weg hängen. Eine allzu schnelle Berührung würde wohl schmerzliche Folgen nach sich ziehen ...

Dann eine Kehre auf einem alten Steinbrückerl, vorbei an einer Ranch mit aufgenageltem (Kalbs?)Schädel (ein Szenario, das mich an Cave's "Und die Eselin sah den Engel" erinnert) und weiter runter bis zu einer eingestürzten Genueser Brücke ... keine Panik, Manfred: etwas weiter gibt's eine neue, darfst eh in die Trage-Etappe tappen!!!

Auf der anderen Seite des Porto geht dann kaum mehr was: zuerst Dornen, später dann Felskaskaden, die den eigentlich gemütlichen Wanderweg selbst dem ambitioniertesten Biker versperren. Kurz und gut: die 200 hm bin ich mehr Fahrradträger, als Fahrradfahrer. Ich erreiche Ota ziemlich verschwitzt ...

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Die Spelunca-Schlucht.

Foto: M. Widmann

Nach einem kurzen Kaffee suche ich mir den Wanderweg (WW) "Mare e Monti" (hat der denn immer noch nicht genug?), den ich mit "eingezogenem" Sattel bis zur Ponte Vecchio (eine alte, jetzt unbenutzte, wunderschöne Brücke über den Porto) "downhille", was zu etwa 80% auch wirklich gut geht.

Der weiterführende WW erweist sich als unfahrbar, weshalb ich auf Asfalt zum "offiziellen" Besichtigungspunkt der "Georges de Spelunca" weiterfahre. Dann rauf zur Hauptstrasse nach Evisa, dieser ein schönes Stück nachgefahren und schließlich wieder Richtung Chidazzu & Marignana verlassen. Einerseits Konditionsteil der Tour, andererseits aber auch herrliche Einsichten in Korsikas Calanche.

Dann beendet die Tour eine lange, lange Abfahrt. Zuerst zur Hauptstrasse, dann vorbei an der vorher genommenen Abzweigungen und später wieder Richtung Ota ... und dann weiter bis an den wunderbaren Kiesstrand von Porto!

P.S.: Die (wirklich sehr steile) Fußgängerbrücke ist definitiv fahrbar!!!

 

© Manfred Widmann

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