| Porto (0 m) - Ota (340 m) - Pont Genois (214 m) -
Chidazzu (655 m) - Marignana (715 m) - Ota (340 m) - Porto (0 m): 47 km, 995 hm, 2:50 Trotz
aller negativer Erfahrungen will ich es wieder mit einem Wanderweg versuchen ... aus
Erfahrung wird man eben nicht immer klug - vor allem: wer braucht's Hirn, wenn er am Bike
sitzt?
Ich mache mich also auf - nachdem ich einer Boulangerie-Patisserie einen vernichtenden
Besuch abgestattet habe. Die ersten ersten paar km Richtung Evisa nehme ich zum Einrollen
... am selben Weg, den ich gestern laufend bewältigt habe, komme ich (heute natürlich
viel schneller) zur Abzweigung, an der eine kleine Schotterstrasse den Asfalt nach links
leicht abfallend verlässt. Wäre an und für sich ja was zum Bolzen, würden nicht zum
Teil diese Brombeerranken quer über den Weg hängen. Eine allzu schnelle Berührung
würde wohl schmerzliche Folgen nach sich ziehen ...
Dann eine Kehre auf einem alten Steinbrückerl, vorbei an einer Ranch mit aufgenageltem
(Kalbs?)Schädel (ein Szenario, das mich an Cave's "Und die Eselin sah den
Engel" erinnert) und weiter runter bis zu einer eingestürzten Genueser Brücke ...
keine Panik, Manfred: etwas weiter gibt's eine neue, darfst eh in die Trage-Etappe
tappen!!!
Auf der anderen Seite des Porto geht dann kaum mehr was: zuerst Dornen, später dann
Felskaskaden, die den eigentlich gemütlichen Wanderweg selbst dem ambitioniertesten Biker
versperren. Kurz und gut: die 200 hm bin ich mehr Fahrradträger, als Fahrradfahrer. Ich
erreiche Ota ziemlich verschwitzt ... |
| Nach einem kurzen Kaffee suche ich mir den Wanderweg (WW)
"Mare e Monti" (hat der denn immer noch nicht genug?), den ich mit
"eingezogenem" Sattel bis zur Ponte Vecchio (eine alte, jetzt unbenutzte,
wunderschöne Brücke über den Porto) "downhille", was zu etwa 80% auch
wirklich gut geht. Der weiterführende WW erweist sich als unfahrbar, weshalb ich auf
Asfalt zum "offiziellen" Besichtigungspunkt der "Georges de Spelunca"
weiterfahre. Dann rauf zur Hauptstrasse nach Evisa, dieser ein schönes Stück
nachgefahren und schließlich wieder Richtung Chidazzu & Marignana verlassen.
Einerseits Konditionsteil der Tour, andererseits aber auch herrliche Einsichten in
Korsikas Calanche.
Dann beendet die Tour eine lange, lange Abfahrt. Zuerst zur Hauptstrasse, dann vorbei
an der vorher genommenen Abzweigungen und später wieder Richtung Ota ... und dann weiter
bis an den wunderbaren Kiesstrand von Porto!
P.S.: Die (wirklich sehr steile) Fußgängerbrücke ist definitiv fahrbar!!! |