Georges du Restonica

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Corte (444 m) - Georges de la Restonica - P. de Frasseta (900 m) - Funtana Bianca (1452 m) - P. de Frasseta (900 m) - Bergerie de Grottelle (1370 m) - Corte (444 m) - Aerodr. de Corte - fast Santa Lucia (1000 m) - Aerodr. de Corte - Corte (444 m): 60 km, 1700 hm, 4:50

Dieser Tag geht wohl als Tag der geplatzten Biketräume in die Urlaubsgeschichte ein.

Gedacht wär´s ja so: ins Restonicatal, dann rauf auf den "Mare - Mare, Nord" bis zur Bergerie de Capellacia und dann auf der anderen Seite ins Tavignanotal runter und raus nach Corte ... aber leider: die Wanderwege in diesem Bereich erweisen sich als wahre Bike-Mörder. Anfangs ist das Verhältnis Tragen : Fahren so vielleicht noch 50 : 50, aber bald trage / schiebe ich nur mehr und verliere etwa 200 hm vor dem höchsten Punkt der Tour endgültig die Lust daran ... und fighte mich wieder nach unten.

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Das Restonica-Tal: Mitten in'd Berg

Foto: M. Widmann

Vor Wut kochend, rase ich den Rest des Restonica´s nach oben, nur besänftigt von der Dumpfheit der Blechtouristen, die in einer wahren Prozession da rauf pilgern, nur um   ... was tun die eigentlich dort? 40 FRF für´s Parken zahlen, und sonst?

Ich raste kurz bei einem zum Baden viel zu kaltem Badetümpel, ziehe ein langes Leiberl und meine Tight über (irgendwie ist gar keine Sonne mehr und die Abfahrt wirdsicherlich kühl) und stürze mich nach unten. Trotz Asfalt die pure Freude, zumal es weder Jean-Luc im "Rönno", noch Jan im Golf und schon gar nicht Karl-Otto im "Stern" glauben kann, dass ein Biker ihnen johlend, feixend und springend die Grenzen ihrer blechernen Glückseligkeit aufzeigen kann (= hob´s olle putzt - a de Motorradlfoara, de Lullis!).

Unten war´s dann wieder wärmer - also weg mit der Überbekleidung ... und rasch ist der Beschluss - ob der frühen Tageszeit - gefasst, über Corte hinaus dem Tavignano zu folgen und nach Santa Lucia zu fahren (Hintergedanke: Wanderweg zurück nach Corte!!!).

Doch heute hat sich wirklich der Monte Biko - der Gott der Mountainbiker - gegen mich verschworen: gerade dem (täglichen?) Gewitter im Bereich Restonica / Tavignano entkommen, fahre ich voll in die Staulage der nächsten Bergerl und es regnet mich gewaltig ein: zweimal warte ich den "ärgsten" Guss ab, nur um festzustellen, dass es wenige Minuten nach der Weiterfahrt noch ärger pisst.

Irgendwann (100 - 200 hm vor dem Ziel) beschließe ich auf Urlaub zu sein und den Wolkenbruch nicht mehr länger zu ignorieren - ich kapituliere zum 2ten Mal an einem Tag!!!

 

© Manfred Widmann

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